Winterschlaf und Sims-Verhalten

January 25, 2008, 0:43

Es ist mal wieder Zeit…

um sich mit meinen Vorschlag zur Einführung eines staatlich abgesicherten und voll bezahlten Winterschlafes ernsthaft auseinander zu setzen. Was dem gemeinen Bären gut tut, kann uns ja nicht schaden. Denke ich mir zu mindest. Der fleischliche Anteil meines Daseins scheint mir da zustimmen zu wollen. Wo wir grade beim Fleisch sind…. Ich hab schon wieder Hunger. Ich habe in letzter Zeit eigentlich immer und überall Hunger. Entweder habe ich Hunger, Durst oder/und ich bin müde. Zumeist letzteres.

Dabei erinnert mich das ganze irgendwie an das Spiel „Die Sims“. Ich mein, wer kennt das nicht: Man cheatet sich zu erst ne super Villa, schickt seine Sims rein und versucht diese dann dazu zu bringen was konstruktives zu leisten. Aber DAS, ist bei weitem nicht so einfach, denn immer scheint eine der Bedürfnissleisten in den roten Bereich zu rasen. Kurze Zeit später ist es dann auch so weit und man wird mit viel Radau auf die Missstände hingewiesen. Tritt dieser Fall nicht ein ist der Sims im Stehen eingeschlafen.

Nja… wenn man so drüber nachdenkt… Sims müsste man sein. Ich mein das Leben als Sims…. erscheint in der Regel nicht all zu beschwerlich zu sein. Von morgen bis abends nichts anderes machen als seinen Bedürfnissen nachgehen und Geschirr in die Spülmaschine räumen. Ich glaub DAS würde ich auch noch hin bekommen. Aber OK, diese Option erscheint mir als geringfügig monoton. Vielleicht dann doch lieber einen Winterschlaf halten und erst wieder aufwachen, wenn der Winter und das ganze Schmuddelwetter vorbei ist.

Grüße aus dem Schwabenland #1

November 2, 2007, 23:54

Endlich Urlaub! Kaum zu glauben, aber es ist doch tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eingetreten, dass ich mal Urlaub habe. Das beste dabei ist, dass das ich in den vier Tagen mal so gar nichts machen werde. Einfach mal entspannen und chillen. Ich mein hey, ich brauch noch nicht mal spülen! Na, dann muss ich entweder träumen oder ich bin doch wirklich, tatsächlich im Urlaub. Und das vier Tage lang! Vier Tage, vier Tage der Entspannung und Ruhe. Oder so, denn wirklich ruhig wird das ganze nicht. Heute war Golf zocken dran und morgen treffen ich, DFYX und eine Spiegelreflexkamera auf die F1 Helden unserer Kindheit. Dann kann ich mir mal anhören wie sich so ein F1 Renner anhört, wenn ihn ein frisch gebackener F1 Vizeweltmeister auf touren bringt. In jedem Fall wird das morgen weit weniger gefährlich für Mensch UND Tier als heute, denn wenn ich versucht mit 8er-Eisen und 45g schwerem Golfball mein Handicap zu verbessern sollte lieber jeder in Deckung gehen...

Von Kapitalismus im Kindesalter und der Erkenntnis zu altern

August 21, 2007, 15:58

Die Jugend, wie fern sie uns 18 bis 20 Jährigen doch vorkommt. Es ist erstaunlich, unerklärlich, ja fast Angst einflößend. Sie rückt immer weiter weg und ist sie erst einmal aus dem Blick ist sie auch bald aus dem Sinn. Auch wenn Männer, und ich denke da gehör ich auch zu, dazu neigen sich einen kleinen Teil ihrer Kindheit zu bewahren. Einige bauen sich Eisenbahnen in den Keller, andere schenken ihren 3 Jahre alten Töchtern Digitalkameras. Jeder geht eben anders mit dem Älterwerden um. Doch das eigentlich erstaunliche am Altern ist, dass die Anderen immer jünger, kleiner und frecher werden. Besonders in Schulen sticht die heutige Jugend durch gutes Benehmen und verbale Schlagfertigkeit ins Auge. Besonders an Tagen wie diesen kommt einem dabei der Gedanke an damals.

Damals, als wir noch jung waren. Ja, da waren Lehrer noch Autoritätspersonen, die Meinung der Eltern noch Gesetz und Pokemon unglaublich cool. Kurz gesagt, da war die Welt noch in Ordnung. Da hatten wir noch Respekt vor allem und jedem und sind alles hinterfragent durch die Natur gezogen. Und heute? In Zeiten von Kapitalismus und Popkultur verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch sein und Profit machen. Erschreckenderweise auch bei Kindern. Bittet man heute ein Kind um einen Gefallen, fragt es sofort was man bereit ist zu zahlen. Klar nehmen Kinder auch süßes, saures oder salziges. Aber es geht ums Prinzip. Erst kürzlich bin ich auf dem Gang einem kleinen Mädchen begegnet. Mit großen Augen und lautem Mund versuchte es einem Mitschüler klar zu machen, dass er zahlen soll. Warum und wie viel habe ich nicht verstanden, aber das Bild selbst hat sich irgendwie in mein Gehirn gebrannt. Das Mädchen mit offener Hand und aufgerissenen Augen, der Schüler mit verängstigtem Blick und leerem Geldbeutel. Irgendwie fesselnd. Zu mindest für einen Augenblick.